Der Gotthard-Basistunnel (GBT) ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt und erfordert regelmässige Unterhaltsintervalle: An jedem Wochenende bleibt eine Röhre für zwei Nächte gesperrt (Samstag/Sonntag und Sonntag/Montag), jeweils acht Stunden lang.
Für bestimmte Arbeiten sind diese achtstündigen Intervalle jedoch nicht ausreichend, insbesondere wenn Anlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Eine Erneuerung dieser Anlagen ist für die Sicherheit im Tunnel unerlässlich. Daher wurden zwei Zeiträume pro Jahr festgelegt – Januar und August –, in denen ein Drittel des Tunnels mehrere Tage lang durchgehend (rund um die Uhr) gesperrt bleiben kann.
Acht Jahre nach der Eröffnung des Tunnels muss der Tunnelfunk ersetzt werden. Er ging bereits vor 2016 in der Testphase in Betrieb und hat nun das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Dank diesem System können Bahnbetrieb, Bahnpersonal, Sicherheitsdienste und Reisende in den Bahntunneln mobil kommunizieren. Die Erneuerungsarbeiten haben teilweise bereits 2024 während der unfallbedingten Schliessung des GBT begonnen und werden auch 2026 und 2027 fortgesetzt.
Während der Langintervalle gilt ein verändertes Betriebskonzept. Im Januar wird ein wesentlicher Teil des Personenverkehrs über die Gotthard-Panoramastrecke umgeleitet, was zu längeren Fahrzeiten führt, während ein Teil des Güterverkehrs auf andere Strecken verlegt wird. Einige Personenzüge können durch den Basistunnel fahren. Im August hingegen ist die Nachfrage nach Trassen für den Güterverkehr geringer, und der Personenverkehr wird normal durch den Basistunnel geführt. Es gibt nur einige Änderungen bei den Halten auf der Strecke.
Die Detailkonzepte für das Personen- und Güterverkehrsangebot werden in Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen ausgearbeitet und danach von der Schweizerischen Trassenvergabestelle genehmigt. Das Bundesamt für Verkehr ist zuständig für die Genehmigung der Intervallnutzung.


