Die SBB versteht die Forderungen der Städteallianz und teilt den Willen der Kantone, so schnell wie möglich wieder eine direkte Verbindung zwischen Genf und dem Jurabogen einzuführen. Dank der Doppelspur Grellingen–Duggingen wird im Fahrplan 2026 eine neue Direktverbindung zwischen Basel und Lausanne eingeführt.
Damit in Renens systematisch perrongleiche Anschlüsse zwischen den IR90/IC1 und IC5 möglich sind, müssen Weichen umgebaut werden. Solch umfassende Arbeiten unterliegen einem Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr. Eine Inbetriebnahme dieser Anlagen ist frühestens 2030 möglich.
Wie bereits kommuniziert, testet die SBB bis dahin perrongleiche Anschlüsse in Renens punktuell, sofern es die Betriebslage zulässt. Aktuell werden die Stabilität des neuen Fahrplans und die Passagierströme in den Zügen und am Bahnhof Renens analysiert. So zeigt sich, auf welchen Verbindungen testweise perrongleiche Anschlüsse eingeführt werden könnten – dies vielleicht bereits im März 2025.
Fahrplan 2025
Am 15. Dezember 2024 trat der neue Fahrplan planmässig und ohne grössere Probleme in Kraft. Seither überwacht die SBB das Kundenaufkommen und die Pünktlichkeit genau, bevor sie dann im Frühling Bilanz zieht.
Zur Erinnerung: Für die Westschweiz handelte es sich um den bedeutendsten Fahrplanwechsel seit Bahn 2000. Der Fahrplan wird fortlaufend angepasst, sobald neue Infrastrukturbauten fertiggestellt sind. Der Fahrplan 2025 wurde in enger Abstimmung und gemeinsam mit allen Kantonen der Westschweizer Verkehrskonferenz CTSO (Conférence des transports de la Suisse occidentale) ausgearbeitet und beschlossen.
Er soll den Kund:innen mehr Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit im Westschweizer Bahnnetz bringen. Denn dieses ist extrem ausgelastet und bedarf zahlreicher Unterhalts- und Ausbauarbeiten an der Infrastruktur (siehe komplettes Dossier zum Fahrplan 2025).