Rund 250 Cargo-Loks sind neu mit GPS ausgerüstet und ortbar

Bereits mehr als 200 Cargo-Altbauloks sind mit GPS-Trackern ausgerüstet. Bis Ende September werden auch die letzten «Nachzügler» der insgesamt 234 Loks umgebaut sein. Das neue System erlaubt es, den Standort der Fahrzeuge mit einer Abweichung von fünf bis zehn Metern zu erkennen.

Rund 250 Cargo-Loks sind neu mit GPS ausgerüstet und ortbar
Rund 250 Cargo-Loks sind neu mit GPS ausgerüstet und ortbar

Bis anhin konnten die Mitarbeitenden von SBB Cargo den Standort der Streckenlokomotiven nur basierend auf CAROS, dem Ressourcenplanungstool, sowie TRI einsehen. Dabei war es entscheidend, ob der Status der Lok im System korrekt eingetragen wurde oder nicht. Bis Ende August wird die komplette Altbaulokflotte mit 234 Fahrzeugen (Re 420, Re 421, Re 620) sowie die gesamte Tm 232-Flotte, bestehend aus 40 Loks, mit GPS-Trackern ausgerüstet. Im Geo-Screen von SBB Cargo, in welchem die Daten aller Loks von SBB Cargo zusammenlaufen, können die Loks auf fünf bis zehn Meter genau lokalisiert werden. Insbesondere die Lokführer können mit dem neuen System schnell und sicher «ihre» Lok im Gleisfeld finden und sparen sich damit lange Suchzeiten.

Während 30 Eem 923 bereits ab Werk mit einer vollwertigen Telematik Box ausgeliefert wurden, läuft derzeit bei der Am 843-Flotte bis Ende 2019 die Nachrüstung. Neben den GPS-Daten, können mit dieser technischen Lösung Betriebs-, Fehler- und Zählerdaten der beiden Rangierlokflotten in Echtzeit kontinuierlich aus der Ferne überwacht werden. Mit Hilfe dieser Informationen können das Maintenance Center Cargo (MCC), das Operation Center Cargo (OCC) und die Instandhaltung von SBB Cargo den Betrieb, den Unterhalt und die Entstörung der Loks besser organisieren. Die operativen Prozesse werden somit einfacher, sicherer und erhöhen damit die Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Dies macht den Betrieb insgesamt stabiler. 

Weitere Funktionen geplant

Aufbauend auf den laufenden Flottenausrüstungen sind weitere Telemetrie-Funktionen bereits in Vorbereitung. So beispielsweise die Überwachung der Fahrzeugbatterien und des Fremdspeisungsanschluss der schweren Rangierloks. Zudem wird im Rahmen eines Pilotprojekts Ende Jahr die Fernüberwachung des Winterdienstes bei den Altbauloks getestet.

Bereits jetzt können sich alle Mitarbeitenden auf der Website von Railnova registrieren und die Cargo-Loks nachverfolgen. Das System funktioniert sowohl vom PC als auch mobil via Tablet und Handy. Weitere Informationen und eine einfache Anleitung dazu findest du hier.

Übrigens: Mit dem GPS-Tracking werden keine mitarbeiterspezifischen Daten erfasst. Es erfolgt keine automatische Verknüpfung und kein Abgleich mit persönlichen Einsatzplänen der Lokführer. Damit lassen sich aus diesen Fahrzeugdaten die Bewegungsdaten der Mitarbeitenden nicht ableiten.