Mehrheit der Arbeiten auf den Baustellen laufen weiter

Wegen des Corona-Virus hat die SBB ihre Ressourcen im Unterhalt auf betriebs- sowie sicherheitsrelevante Arbeiten und die Störungsbehebung fokussiert. Baustellen für Ausbau und Erneuerung der Bahninfrastruktur wurden heruntergefahren. Nach Ostern sollen diese wieder in Betrieb genommen werden.

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Die SBB hat im März entschieden, im Unterhalt und Baubereich ihre Ressourcen auf die Störungsbehebung und den betriebs- sowie sicherheitsrelevanten notwendigen Unterhalt und Substanzerhalt zu fokussieren. Sie hat deshalb ungefähr 270 Baustellen für den Ausbau und die Erneuerung der Bahninfrastruktur temporär heruntergefahren. Die in den nächsten sechs Monaten notwendigen 14’000 Baustellen für den betriebsrelevanten Unterhalt blieben von den temporären Schliessungen weitgehend unbetroffen. Auch die Projektierung und Planung liefen unvermindert weiter.

Die SBB hat diese Massnahmen insbesondere ergriffen, um die verfügbaren Ressourcen zu bündeln und so zu gewährleisten, dass die Grundversorgung auch auf längere Sicht und bei zunehmenden Engpässen bei Material und Personal sichergestellt werden kann. Zudem hat die SBB die Zwischenzeit genutzt, um in Absprache mit den Sozialpartnern Hygiene- und Verhaltensmassnahmen zu erstellen, sowie die Arbeitsorganisation anzupassen.

Wiederaufnahme der Arbeiten sobald wie möglich

Die SBB setzt alles daran, dass die Arbeiten auf diesen 270 Baustellen rasch wieder aufgenommen werden können. Mit dem Herunterfahren konnte die SBB rechtzeitig einen geordneten und sicheren Rückzug auf den Bauplätzen sicherstellen. Dies erlaubt es, sie sobald wie möglich auch wieder geordnet hochzufahren. Dabei hat der Schutz der Mitarbeitenden sowie die Sicherung des Bahnbetriebs im Grundangebot nach wie vor oberste Priorität.

Die SBB prüft zusammen mit den Bauunternehmen, welche Arbeiten gemäss den Vorgaben des Bundes und den gesetzlichen Grundlagen der Kantone wieder aufgenommen werden können. Sie rechnet damit, dass nach Ostern damit begonnen werden kann, schrittweise verschiedene Baustellen für Ausbau und Erneuerung ganz oder teilweise wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu müssen die beauftragten Bauunternehmen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Die Vorgaben des Bundes und des BAG sind strikt eingehalten.

  • Die Materialversorgung der Arbeitsstelle ist gesichert und der Personaleinsatz über mehrere Wochen gewährleistet.

  • Es kommen keine für den Bahnbetrieb kritischen Personalressourcen der SBB zum Einsatz.

Auswirkungen auf Angebot noch unklar

Wie schnell die Baustellen wieder komplett hochgefahren werden können, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab. Bereits in Betrieb oder kurz vor der Wiederaufnahme der Arbeiten sind unter anderem folgende Baustellen: Zugersee Ost, Vierspurausbau Olten-Aarau (Eppenbergtunnel), Bözbergtunnel, sowie Entflechtung Wylerfeld. Aussagen über die konkreten Auswirkungen auf geplante Inbetriebnahme-Termine können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden.