Seit Bahn 2000 ist die Grundstruktur des SBB Fahrplans in der Romandie nicht angepasst worden. Jahr für Jahr kamen neue Angebotsverbesserungen hinzu – als Folge gab es immer mehr Züge, immer mehr Kund:innen und somit längere Ein- und Ausstiegszeiten. Der aktuelle Fahrplan verfügt nicht mehr über genügend Zeitreserven, um eine gute Pünktlichkeit gewährleisten zu können.
Zudem ist ein grosser Teil der Infrastruktur am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und muss ersetzt werden, vor allem auf den Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen. Zwischen Genf und Freiburg werden in den nächsten zehn Jahren knapp 46 Prozent der Fahrbahn erneuert. Diese zahlreichen Arbeiten sind nötig, um das Bahnangebot für die Kund:innen weiter zu verbessern. Deshalb haben die SBB und die sieben Westschweizer Kantone unter dem Dach der Westschweizer Verkehrskonferenz (CTSO) gemeinsam einen neuen Fahrplan entwickelt, der die um einige Minuten längeren Fahrzeiten der SBB Fernverkehrszüge berücksichtigt. Er soll die Pünktlichkeit verbessern und die zahlreichen Arbeiten für die Modernisierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur ermöglichen, die in den nächsten Jahren geplant sind. Mit dem Fahrplan 2025 werden sich die Reisegewohnheiten der Kund:innen ändern: Die Abfahrtszeiten fast aller Züge in der Romandie verschieben sich und es gibt neue Verbindungen und Anschlüsse. Dieser sogenannte Baustellenfahrplan gilt für etwa zehn Jahre und wird mit der Inbetriebnahme der neuen Infrastrukturen fortlaufend angepasst.
Der SBB Fahrplan 2025 tritt am Sonntag, 15. Dezember 2024 in Kraft. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) legt ihn vom 23. Mai bis 9. Juni 2024 zur Vernehmlassung vor (siehe Box). Diese umfassende und grundlegende Umgestaltung der Fahrplanstruktur für die Romandie bedeutet, dass auch die Fahrpläne zahlreicher Westschweizer ÖV-Unternehmen angepasst werden, um den Kund:innen eine sichere Transportkette bieten zu können. Ein Fahrplanwechsel bringt zwar immer Angebotsverbesserungen mit sich, doch gibt es auch ein paar Verschlechterungen. Die Partner sind überzeugt, für die Mehrheit der Reisenden gute Lösungen gefunden zu haben.




