Fanzüge: SBB arbeitet eng mit Clubs zusammen

"SBB geben Schutz von Fanzügen auf", titelt der "Tages-Anzeiger" heute fälschlicherweise. Vielmehr arbeitet die SBB für die Begleitung von Fussball-Fanzügen mit den Clubs, der Liga, dem Schweizer Fussballverband und den Fanorganisationen zusammen.

Eine Patrouille der Transportpolizei ist im Bahnhof Bern unterwegs.
Eine Patrouille der Transportpolizei ist im Bahnhof Bern unterwegs.

Warum begleitet die Transportpolizei nur noch die Fanzüge von zwei Schweizer Fussballclubs?

Dank einer engen Zusammenarbeit mit Clubs, Liga, dem Schweizer Fussballverband und den Fanorganisationen werden die Fanzüge von acht von zehn Super-League-Clubs nicht mehr von der Transportpolizei, sondern von Fanbeauftragten der Vereine begleitet. Die SBB hat damit bisher grösstenteils gute Erfahrungen gemacht.

Transfair schlägt vor, die Transportpolizei auf den Fanzügen von weiteren bzw. anderen Polizeikräften begleiten lassen. Wie stellen sich die SBB zu diesem Vorschlag?

Wir sehen aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung keinen Mehrwert, diese Fussball-Extrazüge mit repressiven Massnahmen und einem unnötig grossen Personalaufwand zu begleiten. Stattdessen gilt es, Lösungen mit den Fanorganisationen zu finden, damit diese mittels Selbstregulierung die Verantwortung für ihre Fans übernehmen und für Ordnung in den Fanzügen sorgen. Die Zusammenarbeit mit der Fanarbeit und den Fanorganisationen scheint uns aufgrund jahrelanger Erfahrung der einzig sinnvolle Weg.

Macht die SBB dies primär aus Kostengründen?

Entscheidend ist für die SBB, dass das neue Vorgehen funktioniert. Ausserdem können so die personellen Ressourcen der SBB Transportpolizei besser zur Erhöhung der Sicherheit an den Abfahrts- und Ankunftsbahnhöfen eingesetzt werden.