5 Tipps zur besseren Reiseplanung bei eingeschränktem Bahnverkehr

Fahrplanänderungen, Zugausfälle oder verkürzt geführte Züge – mit folgenden Tipps kann man sich jederzeit über kurzfristige Änderungen und die Zugauslastung informieren.

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Trotz Schutzmassnahmen, Homeoffice-Pflicht und der Schliessung von Läden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs sowie der meisten Freizeit- und Kultureinrichtungen verkehren die Züge wie gewohnt. Im Gegensatz zum letzten Frühling behält die SBB ihr Angebot, mit Ausnahme der Nachtzüge und einiger internationaler Verbindungen, bei.

Im Vergleich zu 2019 liegt die Auslastung des SBB Zugverkehrs Ende Januar 2021 im Regionalverkehr bei rund 55 Prozent, im Fernverkehr bei rund 45 Prozent. Aus diesem Grund wurden teils schwach ausgelastete Fernverkehrszüge um einige Wagen verkürzt – dabei sind jedoch stets genügend Sitzplätze gewährleistet.

Um die Flotte zu erneuern, hat die SBB neue Züge angeschafft. Damit die Inbetriebnahme reibungslos abläuft, arbeitet die SBB eng mit den Herstellern zusammen, um die Zuverlässigkeit des neuen Rollmaterials zu verbessern. Doch trotz dieser Neuanschaffungen, muss die SBB bestimmte Fern- und Regionalverkehrszüge verkürzt führen. So hat die SBB beispielsweise nur wenige Rollmaterialreserven. Wenn innert kurzer Zeit viel Schnee fällt, kann bspw. das Zugdach nicht immer rechtzeitig vom Schnee befreit werden und der betroffene Zug kann nicht genutzt werden. Darüber hinaus kann die extreme Kälte Störungen verursachen. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten rund um die Uhr zig Reparaturteams daran, eine höchstmögliche Verfügbarkeit des Rollmaterials sicherzustellen.

Diese angespannte Lage kann leider zu Zugausfällen oder verkürzt geführten Zügen führen, bis die Reparatur abgeschlossen ist. Punktuelle Zugausfälle gibt es auch bei kurzfristigem Personalausfall (z.B. wegen Krankheit oder Quarantäne) oder technischen Störungen an der Bahnanlage. Die starken Schneefälle am Morgen des 25. Januar führten beispielsweise in Aigle zu einer Weichenstörung und entsprechenden Verspätungen für Kundinnen und Kunden.

Um die eigene Reise besser planen zu können, die Zeit im Störungsfall unter Kontrolle zu haben und stets über den Bahnverkehr und die Zugauslastung informiert zu sein, gibt es folgende Tipps:

  1. Der Online-Fahrplan auf www.sbb.ch oder auf der App SBB Mobile wird laufend aktualisiert und angepasst. Allfällige Verspätungen oder kurzfristige Ausfälle werden in Echtzeit angezeigt.
  2. Auf der App SBB Mobile können Störungsbenachrichtigungen für einen oder mehrere Züge aktiviert werden. Falls ein Zug Verspätung hat oder ausfällt, wird automatisch eine Push-Nachricht verschickt. Mehr Informationen dazu gibt es im Beitrag «Persönliche Push-Meldungen auf SBB Mobile verfügbar».
  3. Informationen zu allfälligen Störungen finden sich auch auf Twitter von @RailService und @railinfo_sbb oder auf der Internetseite www.sbb.ch/railinfo.
  4. Den Zug aufgrund dessen prognostizierter Auslastung wählen: Auf der App SBB Mobile oder auf www.sbb.ch zeigen Piktogramme die erwartete Belegung des Zuges (tief bis mittel, hoch bzw. sehr hoch) an. Zudem wird die Zugkomposition angezeigt. Auch bei kurzfristigen Änderungen werden diese in Echtzeit angepasst.
  5. Die Anzeigetafeln auf den Perrons werden ebenfalls laufend aktualisiert. Wenn die Durchsage eine verkürzt geführte oder veränderte Komposition ankündigt, empfiehlt es sich, die aktualisierte Anzeige der Komposition zu konsultieren. Kleiner Tipp: Ganz vorne bzw. ganz hinten im Zug hat es immer mehr freie Plätze als in der Mitte.

Alle nötigen und aktuellen Informationen zu Zugreisen während der Pandemie befinden sich auf der Seite «Coronavirus: Sicher reisen dank Schutzkonzept ÖV» und einige weitere Tipps und Regeln im Artikel «7 Tipps fürs Reisen in Corona-Zeiten».

Die SBB unternimmt alles, damit ihre Kundinnen und Kunden möglichst komfortabel mit dem Zug reisen können und entschuldigt sich für allfällige Unannehmlichkeiten.