Was SBB Mitarbeitende zum Thema Gleichstellung denken

Gleichstellung: Sie beschäftigt die Schweizer Gesellschaft – sie beschäftigt die Arbeitswelt – sie beschäftigt die SBB. Was sagen SBB Mitarbeitende über das Thema?

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Gleichstellung ist in aller Munde. Auch bei der SBB ist Gleichstellung, unter dem Dach «Diversity & Inclusion», ein entscheidendes Thema der Arbeitswelt. Diese Abteilung setzt sich für personelle Vielfalt und Inklusion im Unternehmen ein. 33 000 Mitarbeitende bedeuten 33 000 verschiedene Persönlichkeiten – klar, dass das Zusammenarbeiten da und dort auf die Probe gestellt wird. Aber durch eine proaktive Durchmischung von Teams in Kategorien wie Alter, Herkunft, Geschlecht und beispielsweise auch vorheriger Berufslaufbahn, entstehen fruchtbare Diskussionen und spannende Lösungen. Vielfalt und Durchmischung führen zu gesunder Spannung und wichtigen Auseinandersetzungen, von denen jedes Unternehmen nachhaltig profitiert. Eine solche Auseinandersetzung kann beispielsweise sein, sich als Frau in einem Männerberuf zu befinden. (Randbemerkung: Der Begriff Männerberuf stellt da bereits eine Ungleichheit oder Kluft zur Schau.) Solche Beispiele wollten wir aber direkt von unseren Mitarbeitenden hören. Im Nachgang gibt es alle Antworten auf Video.

Anthony: «Wir müssen mit Stereotypen brechen»

Anthony Rizzo ist Kundenbegleiter aus Genf und findet, dass die SBB bereits auf gutem Weg ist, doch dass es noch einiges zu tun gibt. «Es gibt aus meiner Sicht immer noch stark männer- und frauenorientierte Berufe.» Wichtig für Anthony ist es, in unterschiedlichen Berufen die Vielfalt noch mehr zu steigern. Social Media Fans aufgepasst: Anthony ist eine kleine TikTok Berühmtheit. Auf seinem Kanal unterhält er tanzend mehrere Tausend Leute direkt aus seinem Berufsalltag.

Alice: «Als Frau fällst du in manchen Berufen auf. Doch schlussendlich muss deine Leistung zählen.»

Auch für Alice Winkler, Bauführerin Kabelanlagen, ist Gleichstellung und Vielfalt zentral. Mit ihrem Humor und ihren Beobachtungen fühlte sich Alice in ihrem Beruf bisher nie benachteiligt. Sprüche gäbe es, wenn, dann nur am Anfang. Alice erlebt den Umgang mit ihren Kolleginnen und Kollegen keineswegs diskriminierend. Es gäbe zwischen den Geschlechtern Unterschiede, das sei klar. Doch am Arbeitsplatz zählt Können.

Samara: «Ob Mann oder Frau: Für Erfolg braucht es Leistung.»

Samara Mrabti macht gerade einen Stage als Fachspezialistin Lenkung Kundebegleitung. Seit Lehrbeginn ist sie bei der SBB. Das sind jetzt genau fünf Jahre. Seit Beginn des Arbeitsverhältnisses konnte Samara bereits einige Treppchen auf der Karriereleiter erklimmen. Für sie ist es unabdingbar, dass Frauen und Männer gleichberechtigt werden.

Jochen: «Es braucht strukturelle Veränderungen in der Gesellschaft.»

Jochen ist CIO und leitet die gesamte IT-Abteilung bei der SBB. Dieser Bereich ist sehr kompetitiv und wuchs in den letzten Jahren rasant an. Daher besteht oftmals ein Fachkräftemangel. Wichtig ist aus Jochens Sicht, dass nicht nur fähige Männer, sondern vor allem auch fähige Frauen bei der SBB und auch sonst in der Arbeitswelt gleichermassen Fuss fassen können.

Hanna: «Zu Gleichstellung gehört auch Lohngleichheit.»

Hanna Bucher arbeitet als Praktikantin bei der SBB. Zur Frage, ob es eine Frauenquote innerhalb eines Unternehmens brauche, meint sie: «Es braucht keine Frauenquote, wenn ein Unternehmen diese nur für Marketingzwecke verwendet.» Viel effizienter sei da ein Umdenken in der Attraktivität als Arbeitgeberin. Es soll für Frauen und Männer gleich attraktiv bleiben, auch nach einer Auszeit, beispielsweise in Form von verlängerter Vater- oder Mutterschaftszeit, in den Beruf zurückzukommen. Dafür gibt es bei der SBB Programme wie «Back to Business».

Heidrun: «Ich bin froh, hat das Thema Gleichstellung hohe Priorität. Doch wir sind noch nicht am Ziel.»

Heidrun Buttler leitet bei der SBB den Bereich Sicherheit und Produktionsqualität. Sie illustriert im Video das Thema Gleichstellung anhand eines simplen Beispiels, das sie von einem CEO einer internationalen Firma zitiert, welches die Diskussion anschaulich herunterbricht. Ein Thema, bei dem Schweizer Unternehmen Aufholbedarf haben, da gehört die SBB dazu, sind Frauen in Führungspositionen.

* Hinweis Corona: Zum besseren Verständnis wurden die Masken von den Protagnistinnen und Protagonisten für die kurze Zeit des Drehs abgelegt. Die Schutzmassnahmen wurden strikt eingehalten.

Die Ambitionen der SBB zum Thema Gleichstellung.
Personelle Vielfalt ist der SBB ein grosses Anliegen und in der heutigen Arbeitswelt ein Erfolgsfaktor. Um den Themen Gleichstellung und personelle Vielfalt mehr Gewicht zu verleihen, hat die SBB neue Ambitionen definiert. Bis 2025 sollen in jedem Führungsgremium mindestens zwei Frauen vertreten und ab den Geschäftsbereichsleitungen alle Führungsteams mehrsprachig zusammengesetzt sein. Des Weiteren gibt es bei der SBB Arbeitsmodelle, die den Wieder- und Quereinstieg in die Berufswelt fördern.

Gleichstellung – auch im Lohn

Geht es um Gleichstellung, so geht es unweigerlich auch um Löhne. Heisst: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die SBB setzt sich seit Jahren stark für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern ein und lässt diese durch eine unabhängige Stelle überprüfen. Die neusten Ergebnisse des Kompetenzzentrums für Diversity und Inklusion der Universität St. Gallen (CCDI) stellen der SBB ein gutes Zeugnis aus: Mit 0,4 Prozent Lohnungleichheit zu Ungunsten der Frauen im 2020 ist die SBB gut unterwegs und liegt deutlich unter der vom Bund vorgegebenen Toleranzgrenze von 5 Prozent. Dafür hat die SBB erneut das Label «We Pay Fair» erhalten.