Die Reisenden sind zurück - die Sauberkeit bleibt

Lange war es ruhig in den Zügen. Mit den aktuellen Lockerungsschritten kommen auch die Kundinnen und Kunden zurück. Amir Esati und seine Teamkollegen aus dem Reinigungsteam sorgen dafür, dass es in den Zügen sauber bleibt.

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In seiner leuchtorangen Uniform steht Amir Esati im Magazin und bereitet sich auf seinen Einsatz vor. Der Blick auf die «TrainClean App» verrät ihm, in welchem Zug die nächste Reinigung ansteht. Über die App kann das Zugspersonal Verschmutzungen in den Zügen melden. Diese Informationen gelangen dann in Echtzeit zum Reinigungsteam.

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In wenigen Minuten startklar

Bevor Amir sich auf den Weg zum Gleis macht, füllt er noch kurz alle Reinigungsmittel nach und packt zwei Rollen WC-Papier sowie verschieden farbige Putztücher ein. Direkt am Gleis holt er das restliche Material, welches er für seinen Einsatz braucht. Laut der App gibt es einiges zu reinigen: dreckige Scheiben, Schmutz auf dem Fussboden und ein Sessel hat einen Fleck.

«Wir sind ein super Team»

Während Amir den Putzwagen direkt am Gleis drei für die Fahrt vorbereitet, kommen zwei seiner Kollegen von einer Reinigungstour zurück und grüssen ihn herzlich. «Wir sind ein super Team und helfen uns gegenseitig», sagt Amir, der seit vier Jahren Schichtleiter des 17-köpfigen Reinigungsteam in Olten ist. Jeder von ihnen laufe pro Tag rund 15 Kilometer. Sein Kollege meint dazu lachend: «Das ist sozusagen ein gratis Fitnessabo.»

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Immer für die Reisenden da

Kurz vor Abfahrt des Zuges, fragt ihn eine Kundin, auf welchem Gleis ihr Zug fährt. Seelenruhig erklärt ihr Amir den Weg. Dann schnappt er den Putzwagen und steigt in den Zug, bevor die Türen schliessen. Zuerst reinigt er das verschmutze Fenster. Ein Abteil weiter entfernt er den Fleck vom Sessel und zuletzt wischt er den Boden im WC.

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Mit den Reisenden kommt auch die Arbeit zurück

Aufgrund der Pandemie kam zusätzlich zur Grund-, Tages- und Sichtreinigung – welche unter anderem von Amir und seinem Team durchgeführt werden – noch ein Team für die Unterwegsreinigung dazu. Sie reinigen zusätzlich die Kontaktflächen – also die Flächen, welche im Zug von Reisenden oft berührt werden.

«In den acht Jahren bei der SBB habe ich noch nie so einen schmutzigen Zug gesehen, wie am Montag nach den Corona-Lockerungen», sagt Amir lachend. Es freut ihn, dass die Menschen wieder unterwegs sind, auch wenn es für ihn mehr Arbeit bedeutet.

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Zugreinigung als Sprungbrett

Amir ist vor acht Jahren in die Schweiz gekommen und hat ziemlich bald darauf seine Stelle im SBB Reinigungsteam in Luzern begonnen. Nach vier Jahren wechselte er nach Olten und wurde Schichtleiter sowie stellvertretender Teamleiter. Zurzeit macht er eine Ausbildung zum Gebäudereiniger. «Man muss sich im Leben immer weiterentwickeln und neue Herausforderungen annehmen, sonst kommt man nicht weiter. Deshalb bleibe ich dran und lerne immer neues dazu», sagt Amir kurz bevor der Zug wieder in Olten einfährt.

Amir arbeitet seit acht Jahren bei der SBB.

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Zusätzliche Reinigung von Oberflächen

Neben der Tagesreinigung (mindestens einmal pro 24 Stunden) und der Zwischenreinigung (einmal pro Woche) führt die SBB drei bis fünf Mal pro Tag Sichtreinigungen durch. Aufgrund der Pandemie führte die SBB zusätzlich auch Unterwegsreinigungen ein. Die Sicht- und Unterwegsreinigung umfassen das Reinigen von Oberflächen, Haltestangen, Taster sowie Tische und Armlehnen, Abfallentsorgung und Toiletten (WC-Schüssel, Boden, Waschbecken). Total stehen rund 1000 Mitarbeitende für die Zugreinigung im Einsatz.